Raumschoner-System (RSS)


Wenn es in der Zukunft eng wird - vieles deutet darauf hin - sind platzschonende Mittel angesagt. Die sogenannten Raumschoner (room-savers) machen die 10 qm, die jedem menschlichen Individuum zustehen, einigermaßen erträglich.

Hinter den Wänden verborgen befinden sich Tische, Stühle und anderes nützliches Gerät. Das Sitzen wird mehr "in" sein denn je und nachdem es sich auf Projektionen schlecht sitzen lässt, musste ein elektronisch gesteuertes, letztendlich jedoch simples mechanisches System her.

Das Raumschoner-System (RSS) besteht aus zusammenklapp- und faltbaren Gebrauchsgegenständen, die bei Bedarf über Fernsteuerung per Handy oder über voice control "herausgerufen" werden können.

Entlang der kaum sichtbaren Deckenschienen kommen an Seilen oder Stangen befestigte Tische, Stühle, Hängematten, Betten, etc. angesurrt. Sie lassen sich, auf den Zentimeter genau, in die gewünscht Position bringen.

Als es noch Nationen gab, waren es die Japaner, die das RSS auf den absoluten Höchststand brachten.

In vielen Wohnungen ist das Raumschoner-System mit Tagesablaufsimulatoren und Lebensraumprojektionen gekoppelt.

Das beliebteste Modell ist die Alpenwiese. Passend zum Idyll der naturidentischen Projektion gibt es nicht nur Vogelgezwitscher und Insektensummen, zu den Mahlzeiten kommen die Tische rustikal dekoriert vorgefahren.

Das Raumschoner-System wird übrigens demnächst abgelöst: Der Durchbruch in der Materialisierungs-Dematerialisierungsforschung (MDF) steht bevor. Vermutlich ist sie in der geheimen Forschung längst gang und gäbe.